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Ergebnis des Spitals Wallis 2008: Ausgeglichene Rechnung

Sitten, 7. Mai 2009 – Das Spital Wallis weist für das Geschäftsjahr 2008 einen Gewinn von 2.95 Mio. Fr. aus – zum vierten Mal in Folge. Der Gewinnvortrag in der Bilanz beträgt 6.9 Mio. Fr. Der positive Abschluss liess sich trotz stabiler bzw. sinkender Krankenkassentarife in einzelnen Bereichen sowie steigender Lohnkosten erzielen. Ein Beweis für die enormen Anstrengungen, denen sich das Spital Wallis unterwirft, um für die Herausforderungen der Marktöffnung im Jahre 2012 gewappnet zu sein.

Dem Aufwand von 486.6 Mio. Fr. steht ein Ertrag von 492.2 Mio. Fr. gegenüber. Die Erträge setzen sich zusammen aus Leistungen der Krankenkassen (56.2 %) und Leistungen des Kantons (43.8 %). Alle drei Spitalzentren, das Zentralinstitut sowie das Alters- und Pflegeheim Gravelone schliessen mit einem positiven Ergebnis ab, das Spitalzentrum Chablais jedoch nur aufgrund der Integration des Ergebnisses des Hôpital du Chablais. Der Gewinnvortrag in der Bilanz per 31.12.2008 beträgt 6.9 Mio. Fr.

Das Spital Wallis als Arbeitgeber mit Zukunft

Mit einem Anteil von 72.3 % machen die Personalkosten den grössten Anteil am Gesamtaufwand aus: Sie betrugen im Jahre 2008 351.4 Mio. Fr. für Löhne, Sozialleistungen, Honorare und sonstige Personalaufwendungen. Das Spital Wallis beschäftigte 2008 insgesamt 4‘410 Personen (mit dem Walliser Teil des Hôpital du Chablais sind es sogar 4‘801 Personen). Das Spital Wallis bot im vergangenen Jahr 200 Assistenzärzten, 560 Personen in Pflegeausbildung und 60 Lehrlingen der verschiedensten Berufe einen Ausbildungsplatz in der zukunftsträchtigen Branche Gesundheit an. Das Personal besteht zu 73.2 % aus Schweizerinnen und Schweizern.

Aktivität im Jahre 2008: Stabil im stationären, zunehmend im ambulanten Sektor

Das Spital Wallis wies im stationären Bereich im vergangenen Jahr insgesamt 407‘494 Behandlungstage aus (gegenüber 402'089 im Vorjahr). Insgesamt wurden 37‘843 Patientinnen und Patienten im Rahmen eines Spitalaufenthaltes behandelt (im Vorjahr: 37‘641). Damit erwies sich die Aktivität im stationären Bereich relativ stabil (+0.6%). Im ambulanten Sektor hingegen nahm die Zahl der behandelten Personen von 276‘288 (2007) auf 287‘514 zu, was einer Erhöhung von 4 % entspricht. Zusätzlich bot das Zentralinstitut 5‘169 ambulante Konsultationen an. Insgesamt wurden im Spital Wallis im Jahre 2008 330‘526 Patientinnen und Patienten behandelt – pro Tag waren damit 1‘127 Personen in  stationärer oder ambulanter Spitalbehandlung.

Die Laboratorien des Zentralinstitutes führten im Jahre 2008 rund 2 Mio. Analysen durch, was einer Zunahme von 10.3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Strategische Projekte

Das Spital Wallis besetzte mehrere Positionen neu und erweiterte damit sein medizinisches Angebot, beispielsweise in der Gefässchirurgie, der (Radio-)Onkologie, der Intensivmedizin, der Radiologie, der Herzchirurgie, der Palliativpflege, der Psychiatrie, der Orthopädie und der Hämatologie. Die Umsetzung der Spitalplanungsentscheide 2008 prägte das vergangene Jahr.

In der Pflege lag das Schwergewicht in der Umsetzung der patientenorientierten Bezugspflege und der Anpassung von Strukturen und Teamzusammensetzungen gemäss den neuen Berufsbildern.

In technischer Hinsicht führten Analysen über den Zustand der Gebäude und der technischen Ausrüstung dazu, das ganze Infrastruktur-Management effizienter zu organisieren. Ein computergestütztes, standortübergreifendes Archivierungs- und Kommunikationssystem für Radiografien befindet sich im Aufbau. Die Modernisierung der Apparaturen im Bereich der Tumor-Bestrahlung ist im Gange.

Herausforderungen 2012

Das Spital Wallis rüstet sich im Hinblick auf die freie Spitalwahl ab dem Jahre 2012. Das Spital kann nur attraktiv sein, wenn es qualitativ hervorragende Leistungen bietet. Für das Spital Wallis bedeutet dies, seine Aktivitäten auch in Zukunft vermehrt sowohl intern als auch mit den Universitätsspitälern zu koordinieren, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und die Kontakte mit den einweisenden Hausärzten zu intensivieren. Der herrschende Kostendruck wird uns zwingen, uns in bestimmten Bereichen noch stärker zu konzentrieren.

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