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Organisation und Prioritäten des neuen Verwaltungsrats

Der neue Verwaltungsrat und sein Vorsitzender Charles Kleiber nehmen die Arbeit auf
 
Sitten, 23. Januar 2012 – Rund drei Wochen nach seinem Amtsantritt am 1. Januar 2012 lud der neue Verwaltungsratspräsident des Spital Wallis, Charles Kleiber, heute zu seiner ersten Medienkonferenz ein. Im Beisein von Staatsrat und Vorstehender des Departements für Finanzen, Institutionen und Gesundheit, Maurice Tornay, informierte Charles Kleiber über seine Arbeitsmethoden und Prioritäten.

Staatsrat Maurice Tornay freut sich über den Amtsantritt des neuen Verwaltungsrats des Spital Wallis. „Seit seiner Entstehung vor zehn Jahren hat das Gesundheitsnetz Wallis die bestehenden medizinischen Leistungen im Wallis vorangetrieben“, unterstreicht M. Tornay. „Dies war nur dank der Pionierarbeit und dem beherzten Engagement des früheren Verwaltungsrats möglich. Heute stehen die Walliser Spitäler vor neuen wichtigen Herausforderungen. Damit der neue Verwaltungsrat diese mit Erfolg meistern kann, ist das Departement für Finanzen, Institutionen und Gesundheit bereit, dem Verwaltungsrat mit Beachtung der geltenden Gesetzgebung mehr Autonomie in der Betriebsleitung zuzusichern.“

Die Walliser Regierung hat vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten des neuen Verwaltungsrats, der diese Herausforderungen meistern und der Walliser Bevölkerung eine qualitativ hochstehende Spitalmedizin sichern wird. „Mehr Spielraum bedeutet aber auch mehr Verantwortung“, fügt der Staatsrat hinzu. Maurice Tornay wünscht dem neuen Verwaltungsrat für die wichtige Aufgabe, die ihn erwartet, viel Erfolg und bedankt sich bei allen, die jeden Tag daran arbeiten, die Gesundheit der Walliser zu verbessern.

Nachdem der neu zusammengesetzte Verwaltungsrat am Freitag seine erste Sitzung abgehalten hatte, war es Verwaltungsratspräsident Charles Kleiber ein Anliegen, der breiten Öffentlichkeit mitzuteilen, wo er die künftigen Prioritäten sieht und welche Marschrichtung er einschlagen möchte.

Einleitend wies Herr Kleiber darauf hin, wie wichtig es sei, die Rolle jedes Einzelnen genau festzulegen, damit sich das Spital Wallis so effizient wie möglich den anstehenden Herausforderungen stellen könne. „Wir stehen vor keiner leichten Aufgabe“, so Charles Kleiber, „doch es ist spannend und wir haben das Glück, dass bereits gute Vorarbeit geleistet wurde. Wir können auf einer gesunden Grundlage aufbauen. Die bisher geleistete Arbeit verdient es, respektiert, anerkannt und mit der nötigen Objektivität analysiert zu werden.“

Es sei nötig, dass jede Instanz ihre Rolle kenne und genau einhalte. Der Verwaltungsrat des Spital Wallis ist ein autonomes Organ, dessen Beziehungen mit der Walliser Regierung über einen Leistungsvertrag geregelt werden sollen, welcher der Verwaltungsrat und der Walliser Staatsrat so bald als möglich unterzeichnen möchten. Der Vertrag soll die Rolle und die Aufgaben des Verwaltungsrats klar festlegen. „Das Ganze muss im Rahmen der kantonalen Planung geschehen“, führte Charles Kleiber aus, „und man wird die Arbeit des Verwaltungsrats anhand der Erfüllung dieses Leistungsvertrags messen müssen. Das Vertrauen, das der Walliser Staatsrat in uns setzt, ist gleichzeitig eine Garantie für unsere Unabhängigkeit von den politischen Instanzen.“
Der Verwaltungsrat wird eine Überlegungs-, Verhandlungs- und Entscheidungsinstanz sein, welche kollegial und mit Rücksicht auf die Sensibilitäten jedes Einzelnen wichtige Beschlüsse fasst. Es wird eine Zeit des Debattierens und eine Zeit des Entscheidens geben.

An seiner konstituierenden Sitzung ernannte der Verwaltungsrat Herrn Hildebrand de Riedmatten zum Vizepräsidenten. Im Weiteren entschied der Verwaltungsrat, jeweils einen Professor des Inselspitals, des CHUV und des HUG an seinen Arbeitssitzungen teilnehmen zu lassen, um so von einem breiteren Überlegungs- und Kompetenzradius zu profitieren. Die drei Professoren werden als ständige medizinische Berater auf Einladung des Verwaltungsrats hin agieren und so auch die partnerschaftlichen Beziehungen mit den Universitätsspitälern stärken. „Die Direktionen der betroffenen Spitäler wurden entsprechend angefragt“, so Charles Kleiber. Selbstverständlich werden diese medizinischen Berater unsere medizinische, pflegerische und administrative Leitung, die wesentlich zur Entwicklung der hohen  Leistungsqualität des Spital Wallis beigetragen hat, in keinem Falle ersetzen.

Der Verwaltungsrat sieht sich auch als aktiver und wichtiger Partner bei der Ausarbeitung des neuen Gesetzes über die Krankenanstalten und
-institutionen (GKAI).

Es wird selbstverständlich auch Aufgabe des Verwaltungsrats sein, die Empfehlungen des Audits umzusetzen, Verhandlungen zu führen und als Schiedsinstanz zu walten. Die verschiedenen Arbeitsgruppen, die nach dem Audit gebildet wurden, treiben die Erstellung des Aktionsplans weiter voran und stützen sich dabei – unterstützt von der Fédération Hospitalière de France (FHF) – auf die Kompetenzen des Spital Wallis.

Charles Kleiber gibt sich zwei Jahre Zeit, um diese neue Etappe in der Entwicklung des Spital Wallis vorzubereiten und sich den anstehenden Herausforderungen wie z.B. freie Spitalwahl, höhere Lebenserwartung, neue Spitalfinanzierung, Mangel an qualifiziertem Personal, technische Entwicklung im medizinischen Bereich usw. zu stellen. Das Spital Wallis muss seine Infrastrukturen erneuern und die Zusammenarbeit mit den umliegenden Universitätsspitälern, behandelnden Ärzten, Heimpflegeinstitutionen und sozialmedizinischen Zentren intensivieren, um die Pflegekontinuität der Patienten auch nach dem Spitalaustritt zu gewährleisten.

„Ich bin mir der Tragweite meiner Aufgabe bewusst“, betont Charles Kleiber, „und habe diese in voller Kenntnis der Sachlage angenommen. Eines erachte ich jedoch als besonders prioritär: Ruhe und Frieden in unser Spital zu bringen, damit jeder wieder konzentriert seiner Arbeit nachgehen kann und wir das volle Vertrauen aller Walliserinnen und Walliser zurückerlangen. „Der neue Verwaltungsratspräsident hat sich in den letzten Wochen sehr viel Zeit genommen, um den Akteuren inner- und ausserhalb des Spitals zuzuhören, mit ihnen zu diskutieren und zu verstehen, was sie bewegt. „Ich habe viele Kontakte geknüpft und mir dabei bewusst vorurteilslos keine Schranken gesetzt“, erklärte Kleiber. „Ich traf mich mit Vertretern aller möglichen Denkrichtungen, was zu interessanten Gesprächen und spannenden Debatten führte. Ich werde dieser Strategie treu bleiben und auch künftig direkt vor Ort an all unseren Spitalstandorten das Gespräch suchen.“ 

Willens wieder zurück zur Ruhe zu finden, sucht der neue Verwaltungsrat eine einvernehmliche Lösung hinsichtlich der laufenden Zivilverfahren zwischen dem Spital Wallis (GNW) und den Herren Serge Sierro und Jean-Claude Pont.

Die verschiedenen Hintergründe der Mitglieder des neuen Verwaltungsrats dürften die freie Meinungsäusserung und den permanenten Dialog ganz im Sinne von Charles Kleiber anregen. Die aktuelle Organisation muss durch geeignete Massnahmen und Entscheide so konsolidiert werden, dass sie den Anforderungen des Marktes und der modernen Medizin mit Blick auf die Zukunft gerecht wird. „Wir müssen unser hohes Leistungsniveau beibehalten und die Konkurrenzfähigkeit unseres Spitals sichern“, sagte Charles Kleiber.

„Wir haben es in der Hand. Es gilt, die richtigen Entscheide zu treffen und entsprechend zu handeln.“

Abschliessend merkte Charles Kleiber an, dass der neue Verwaltungsrat gewillt sei, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. „Es geht nun darum, dass sich der Verwaltungsrat an die Arbeit macht und schon bald die ersten strategischen Stossrichtungen vorgibt. In diesem Sinne werden wir Ende März wieder zusammenkommen, um eine erste Bilanz zu ziehen.“

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