Kodierung der Rechnungen: Das Spital Wallis mit dem besten Resultat des Westschweiz
Sitten, den 2. Juli 2008 - 96.6% der Hauptdiagnosen und 98.0% der Eingriffe werden im Spital Wallis (GNW) auf die präziseste Art und Weise kodiert und in Rechnung gestellt. Dies das Ergebnis eines externen, neutralen Audits unter den Westschweizer Spitälern (inkl. Bern). Das Wallis weist damit 2006 die besten Resultate der Westschweiz auf. Das Spital Wallis ist so bestens auf die vom nationalen Parlament beschlossene und einzuführende Rechnungstellung nach Krankheitsbildern (SwissDRG) vorbereitet.
Kodierung, was heisst das?
Das Spital Wallis basiert seine Rechnungen bereits seit dem Jahre 2005 auf Pauschalen nach Krankheitsbildern. Aufgrund der Behandlung, welche ein Patient im Spital erhalten hat, erteilen die Verantwortlichen der Kodierung einen Code (z. B. „APDRG 235 - Femurfraktur"). Dieser Code ist anschliessend die Basis für die Rechnungsstellung. Jeder Code, d. h. jedes Krankheitsbild, repräsentiert meistens einen fixen Betrag, unabhängig von der Anzahl Tage, die ein Patient im Spital verbracht hat. Die Qualität der Kodierung hat damit einen direkten Effekt darauf, ob die gestellten Rechnungen richtig sind oder nicht.
Jährliche Kontrolle zur Qualität der Rechnungsstellung
Im Auftrag des Spitals Wallis (GNW) hat das Walliser Gesundheitsobservatorium eine professionelle Kodierungseinheit geschaffen. Seit 2004 werden jedes Jahr alle Standorte einem extern durchgeführten Audit unterzogen, um die Qualität der gestellten Rechnungen und der zugeteilten Codes gemäss Kranheitsbild zu überprüfen. Am gleichen Prüfverfahren nehmen seit 2005 auch die öffentlichen Spitäler des Kantons Waadt, das Universitätsspital Genf sowie drei Spitalstandorte des Kantons Neuenburg teil. Im Jahr 2006 sind die Kantone Bern und Jura dazugestossen.
Resultat der Kontrollen 2007 : Das Spital Wallis mit dem besten Resultat der Westschweiz (inkl. Bern)
Das im Jahre 2007 durchgeführte Audit zeigt, dass die Rechnungen bzw. die Kodierung der Kranheitsbilder im Spital Wallis verlässlich, umfassend und präzis sind. Das bedeutet, dass die bezahlenden Partner (der Staat und die Krankenkassen) sich auf eine solide Qualität der Rechnungsstellung verlassen können. Die Schaffung einer Kodierungseinheit am Walliser Gesundheitsobservatorium, im Auftrag des Spitals Wallis, hat sich also positiv ausgewirkt.
Im Jahr 2007 (jeweils basierend auf dem Datenmaterial des Vorjahres) hat das GNW – Spital Wallis die besten Resultate der Westschweiz (inkl. Bern) erzielt: 96.6 % der Hauptdiagnosen waren in der präzisest möglichen Form kodiert. Im Vorjahr waren es 95.1 %, im Jahre 2005 91 % und im Jahre 2004 89.5 %. Bei den Eingriffen (Operationen, diagnostische oder therapeutische Akte) lag der Präzisionsgrad bei 98 % im Jahr 2007, bei 97.9 % im Jahr 2006, bei 93.4 % im Jahr 2005 und bei 89.5 % im Jahr 2004.
Das Spital Wallis ist bereit für die Rechnungsstellung gemäss SwissDRG
Im Dezember 2007 hat das Bundesparlament beschlossen, die Finanzierung der Leistungen der Spitäler auf eine gemeinsame Basis zu stellen, um die Transparenz zwischen den Spitälern zu fördern. Im Bereich der stationären Akutpflege legte das Parlament fest, dass die Bezahlung der Leistungen der Spitäler in Zukunft mittels SwissDRG erfolgt. (DRG = Diagnosis Related Groups – Gruppen von Patienten mit demselben Kranheitsbild). Dieses neue Rechnungsstellungssystem beruht auf Fallkostenpauschalen, abhängig vom Krankheitbild des Patienten. Bereits seit 2005 wendet das Spital Wallis in der Rechnungstellung der akuten Tätigkeiten (Medizin, Chirurgie, Pädiatrie, Gynäkologie-Geburtshilfe, etc.) Fallkostenpauschalen an. Es stützt sich dabei auf das System APDRG – ein ähnliches System wie SwissDRG. Auf die Einführung von Fallkostenpauschalen nach SwissDRG ist das Spital Wallis deshalb bestens gewappnet.