Ergebnis 2007 des GNW – Spital Wallis: Eine gesunde finanzielle Situation – ein breiteres medizinisches Angebot
Sitten, 25. April 2008 – Die finanzielle Situation des Gesundheitsnetzes Wallis (GNW), Spital Wallis, ist gesund. Die Ziele, den Verlustvortrag in der Bilanz zu tilgen und die Aktivität zu steigern, sind erreicht. Nach vierjährigem Bestehen trägt der Wille, sich zum Spital Wallis zu entwickeln, in einem breiteren und spezialisierteren medizinischen Angebot seine Früchte. Das finanzielle Ergebnis des GNW – Spital Wallis 2007
Das GNW ist ein Unternehmen mit einem Umsatz von 443.2 Mio. Fr. im Jahre 2007. Die Rechnung 2007 schliesst mit einem Gewinn von 7.7 Mio. Fr. ab. Diese gesunde finanzielle Situation hat es ermöglicht, den Verlustvortrag in der Bilanz vom 31. Dezember 2006 von 3.75 Mio. Fr. auszugleichen und in der Bilanz Ende 2007 einen Gewinn von 3.95 Mio. Fr. auszuweisen. Zu diesem positiven Resultat haben alle drei Spitalzentren beigetragen.
Im Jahr 2007 rund 260'000 Patientinnen und Patienten behandelt
Jeden Tag von neuem behandelten die verschiedenen Standorte des Spitals Wallis mehr als 700 Personen im Durchschnitt. Die Aktivität in der Akutpflege ist um 1.9 % gestiegen (Austritte), während die Krankentage (bei gleicher Anzahl Patienten) in der Psychiatrie, der Geriatrie, der Rehabilitation und bei den Wartebetten um 1 % gesunken sind. Der ambulante Sektor hat seine Tätigkeit um 4.5 % gesteigert.
Die Erklärungen zum Ergebnis 2007
Die gesunde finanzielle Situation hat es ermöglicht, den Verlustvortrag zu amortisieren. Dank der Zunahme der Aktivität, mit gestiegenen Tarifen im Akutbereich um im ambulanten Bereich sowie von einem Einnahmenwachstum, welches das Kostenwachstum deutlich überragte, konnte das gute Resultat erzielt werden. Es ist anzumerken, das die Salärsumme im Jahre 2007 um 2.8 % gestiegen ist, von 299.6 Mio. Fr. im Jahre 2006 auf 308.1 Mio. Fr. im Jahre 2007. Wenn das Spital Wallis seine Kosten im Griff behält, profitiert davon in erster Linie der Walliser Prämienzahler. Die Walliser Krankenkassenprämien lagen mit 263 Fr. im Schnitt pro Monat rund 16.5 % unter dem schweizerischen Durchschnitt von 315 Fr.
Für das Jahr 2008 werden die Tarife in der Akutpflege stabil bleiben, während sie in den Bereichen Psychiatrie, Psychogeriatrie und Geriatrie sogar sinken. Was für den Walliser Versicherten eine gute Nachricht bedeutet, verlangt nach zusätzlichen Anstrengungen im Kostenmanagement intern im Spital – nicht zuletzt deshalb, weil die Saläre weiter steigen werden.
Zum Spital Wallis werden – der Effekt auf das medizinische Angebot
Mit der Schaffung eines gemeinsamen Unternehmens ist das medizinische Leistungsangebot reicher, breiter und spezialisierter geworden. Dank der Konzentration der Kräfte kann der Patient, der im Wallis Spitaldienstleistungen beansprucht, auf ein gut entwickeltes Angebot zählen. Beispiele sind
- Eine Radiologie, die auf einer verbesserten Technologie basiert, über neue Kompetenzen und Kräfte verfügt und sich mitten in der Entwicklung hin zu neuen Techniken der Bildübertragung befindet.
- Eine Onkologie und Radioonkologie, welche demnächst modernisiert werden kann (PET-CT, Tomothérapie) und welche gut bei den universitären Zentren verankert ist.
- Professionnelle Notfalldienste, welche einen grossen Teil des ärztlichen Bereitschaftsdienstes abdecken.
- Eine Neurologie und Neurochirurgie, die es erlaubt, Patienten mit Parkinson, Alzheimer, Demenz, Multipler Sklerose, Diskushernie, Hirnschlag, etc., in unserem Kanton zu behandeln.
- Eine Kadiologie mit universitärem Niveau, sowohl im invasiven als auch im chirurgischen Bereich.
- Ein vermehrt spezialisiertes Angebot in der Chirurgie, welche sich kürzlich mit Spezialisten im Bereich der Gefässchirurgie, der Viszeralchirurgie, der Orthopädie und für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten verstärken konnte.
Das immer besser ausgebildete Pflegepersonal legt seinen Akzent vermehrt auf die Bezugspflege, eine personalisierte Pflege, in welcher die Kontinuität der Pflege und die Information des Patienten im Zentrum stehen.
Den begonnenen Weg weitergehen
Die Herausforderungen, welche politische Entscheidungen für uns bedeuten, ermutigt uns, unser medizinisches Angebot und die Qualität der Behandlung unserer Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern. Wir werden weiterfahren, die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen, zwischen den Standorten und mit den universitären Zentren auszubauen. Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber für Spezialisten bleiben, aber auch für das Personal in der Pflege sowie im medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Bereich. Das Spital Wallis bleibt mit seinen 4‘386 Mitarbeitenden (inkl. Walliser Teil des Hôpital du Chablas) der grösste Arbeitgeber des Kantons. Die Tätigkeit des GNW – Spital Wallis ist zutiefst menschlich – von Menschen für Menschen – in einem immer technischeren Umfeld.